Tanzausbildung – Tanz als Beruf

Für die meisten begeisterten Tänzer/innen handelt es sich beim Tanzen um ein Hobby oder eine sportliche Herausforderung, der sie sich gerne in ihrer Freizeit stellen. All diejenigen, die ihre Passion für den Tanz zum Beruf machen möchten, müssen sich besonderen Herausforderungen stellen und erst einmal eine Tanzausbildung absolvieren. Rein theoretisch ist es zwar durchaus denkbar, ohne tänzerische Ausbildung als Tanzlehrer/in beziehungsweise Tanztrainer/in tätig zu werden, doch angesichts des hohen Anspruchs des professionellen Tanzes ist dies nicht praktikabel.

Wer als Tänzer Karriere machen möchte, benötigt ohne Frage Talent, doch aufbauend auf einer natürlichen Begabung ist eine Tanzausbildung erforderlich. Während für Hobby-Tänzer der eine oder andere Tanzkurs vollkommen ausreicht, benötigen angehende Tänzer/innen sowie Tanzlehrer/innen eine Tanzausbildung. Wer mit einer solchen liebäugelt, sollte sich vorab genau informieren und ergründen, welche Möglichkeiten existieren.

Tanzausbildung ohne Vorkenntnisse

Nicht selten stellt sich die Frage, ob eine Tanzausbildung ohne Vorkenntnisse möglich und sinnvoll ist. Wer den Tanz zu seinem Beruf machen möchte, hat typischerweise eine große Leidenschaft fürs Tanzen und legt außerdem eine gewisse Begabung an den Tag. Ob und inwiefern diese für eine Tanzausbildung ausreicht, ist allerdings mehr als fraglich. Je nach Anbieter und Tanzausbildung kann es hinsichtlich der Voraussetzungen mehr oder weniger große Differenzen geben.

Es ist also keineswegs ausgeschlossen, dass man auf der Suche nach einer Tanzausbildung ohne Vorkenntnisse fündig wird. Bevor man sich voller Begeisterung anmeldet und in die tänzerische Ausbildung stürzt, sollte man das Ganze allerdings kritisch sehen. Macht eine Tanzausbildung ohne Vorkenntnisse Sinn? Man muss bedenken, dass die meisten ausgebildeten Tänzer/innen bereits vor der Ausbildung umfassende Erfahrungen gesammelt und mitunter ab dem Kleinkindalter getanzt haben.

Ohne jegliche Vorkenntnisse kann man dem hohen Anspruch kaum gerecht werden und scheitert so an der Tanzausbildung. So sollte man zumindest hobbymäßig bereits einige Zeit tanzen, bevor man auch nur daran denken kann, eine Ausbildung zum Tanzpädagogen oder Bühnentänzer zu absolvieren.

Möglichkeiten einer Tanzausbildung

Grundsätzlich gibt es keine Berufsausbildung zum Tänzer beziehungsweise Tanzlehrer, wobei die Ausbildungsmöglichkeiten überaus vielfältig daherkommen. In Ermangelung geschützter Berufsbezeichnungen und anerkannter Ausbildungen existiert hier eine enorme Bandbreite. Wer sich für eine Tanzausbildung interessiert, hat folglich die Qual der Wahl und muss sich erst einmal durch einen wahren Dschungel an unterschiedlichsten Tanzausbildungen kämpfen. Im Allgemeinen lassen sich hier aber die folgenden Fachrichtungen unterscheiden:

  • Klassischer Tanz
  • Zeitgenössischer Tanz
  • Choreografie
  • Musical-Tanz
  • Tanzpädagogik

In den meisten Fällen treten private Akademien als Anbieter solcher Tanzausbildungen in Erscheinung. Oftmals verfügen diese aber über eine staatliche Anerkennung. Darüber hinaus kann man an der einen oder anderen Hochschule auch Tanz studieren und dementsprechend einen akademischen Grad erlangen, der die Basis für die weitere tänzerische Karriere bildet.

Ist eine professionelle Tanzausbildung lohnenswert?

Durch eine professionelle Tanzausbildung lernt man nicht tanzen, sondern entwickelt seine tänzerischen Kompetenzen weiter. Unter fachlicher Anleitung wird man so zum Bühnentänzer oder Tanzpädagogen ausgebildet. Theorie und Praxis gehen dabei Hand in Hand, wodurch umfassende Kenntnisse vermittelt werden. Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die beste Tanzausbildung nichts taugt, wenn keinerlei Talent vorhanden ist. So stellt sich auch immer wieder die Frage, ob man als talentierte Tänzerin überhaupt eine professionelle Tanzausbildung benötigt.

Die Antwort hängt davon ab, was man erreichen möchte. Wer sich als Tanzpädagoge oder Bühnentänzer beruflich verwirklichen möchte, benötigt eine professionelle Ausbildung. In anderen Fällen sind Tanzkurse beziehungsweise intensiv betriebener Tanzsport ausreichend. Ob und inwiefern sich eine professionelle Tanzausbildung lohnt, hängt folglich stets vom Einzelfall und den jeweiligen Karrierezielen ab.

Die Anerkennung der Tanzausbildung

Wer eine Karriere als professionelle Tänzerin beziehungsweise professioneller Tänzer anstrebt, sollte bereits in jungen Jahren beginnen und vor allem durch Können überzeugen können. Tanzabzeichen oder andere Zertifikate sind hier zunächst nicht erforderlich. Diejenigen, die den Tanz zu ihrem Beruf machen möchten und Unterricht geben wollen, müssen teilweise umdenken. Einerseits sind Erfolge aus dem Tanzsport ohne Frage wichtige Qualifikationsnachweise, andererseits handelt es sich dennoch um keinen anerkannten Abschluss.

Eine Tanzausbildung mit anerkanntem Abschluss ist keineswegs Utopie und kann den Grundstein für eine langfristige Karriere im Umfeld des Tanzsports legen. Hier sind in erster Linie die folgenden Optionen zu nennen:

  • Qualifizierung als ADTV-Tanzlehrer/in
    Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband, kurz ADTV, ist eine wichtige Institution im Tanzsport und offeriert die Qualifizierung zum ADTV-Tanzlehrer. In drei Jahren widmen sich die Teilnehmenden unter anderem allen gängigen Gesellschaftstänzen und erwerben außerdem die Fachkompetenz, die eine Lehrtätigkeit erfordert.
  • Ausbildung als Tanzpädagoge
    Über den Deutschen Bundesverband Tanz besteht die Möglichkeit, eine Qualifizierung auf dem Gebiet der Tanzpädagogik zu durchlaufen. Pädagogik und Tanz finden dabei gleichermaßen Beachtung.
  • Ausbildung zum/zur Balletttänzer/in
    Eine klassische Tanzausbildung findet an einer staatlich anerkannten Akademie statt und führt im Rahmen strenger Prüfungen und harten Trainings zur Qualifikation als Balletttänzer/in.

Die verschiedenen Verbände und auch private sowie staatlich anerkannte Schulen sorgen für eine nicht zu verachtende Vielfalt im Bereich der Tanzausbildung. Idealerweise bringen entsprechende Profis sportliche Erfolge und eine renommierte Qualifikation mit. Unter diesen Voraussetzungen steht einer Karriere im Tanzbereich nichts im Wege.

Welche Studienmöglichkeiten bieten sich für diejenigen, die den Tanz zum Beruf machen möchten?

Die Akademisierung macht auch vor dem Tanz nicht Halt und sorgt für die nächste Stufe der Tanzausbildung.

Wer im tänzerischen Bereich Karriere machen möchte, kann an einer Hochschule studieren und im Zuge dessen einen akademischen Grad in einem der folgenden Fächer erlangen:

  • Tanzwissenschaft
  • Tanzpädagogik
  • Choreografie

Wo werden Tanzausbildungen angeboten?

Indem man sich mit den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten in Sachen Tanz befasst, erfährt man nebenbei, wo solche Tanzausbildungen stattfinden. Hier ergibt sich eine interessante Auswahl, die Interessierte dazu veranlasst, vorab sorgfältig zu recherchieren. Insbesondere die folgenden Anbieter sind hier zu nennen und erweisen sich als lohnende Anlaufstellen für alle, die eine Tanz-Karriere planen:

  • Ballettschulen
  • private Tanzakademien
  • Allgemeiner Deutscher Tanzlehrerverband
  • Deutscher Bundesverband Tanz
  • Musical-Schulen

Welche Alternativen gibt es zu einer professionellen Tanzausbildung?

Interessierte, die sich nicht auf eine Tanzausbildung festlegen möchten, sondern zunächst verschiedene Optionen durchspielen wollen, sollten mögliche Alternativen in Erfahrung bringen. Falls es eine Ausbildung sein soll, bestehen beispielsweise die folgenden Ausweichmöglichkeiten:

  • Gymnastiklehrer/in
  • Sportlehrer/in
  • Bewegungspädagoge beziehungsweise Bewegungspädagogin

Wer dahingegen eher an ein Studium denkt, kann im Rahmen der Studienwahl auch den folgenden Disziplinen Beachtung schenken:

  • Musik
  • Theaterwissenschaft
  • Bühnenbild
  • Bewegungspädagogik
  • Physiotherapie
  • Gesundheitswissenschaft
  • Rehabilitation
  • Sportwissenschaft

Achtung! Tipp aus der Redaktion

Um zu einer Tanzausbildung zugelassen zu werden, muss man einige Hürden nehmen. Absagen gehören dazu und sind unvermeidlich, ohne eine fehlende Eignung nach sich zu ziehen. Nichtsdestotrotz hinterfragen ambitionierte Tänzer/innen ihre Entscheidung. In diesem Sinne sollte auch der folgende Tipp aus unserer Redaktion beherzigt werden.

Bedenken Sie die gravierenden Unterschiede zwischen Hobby und Beruf!

Es kommt immer wieder vor, dass Hobby-Tänzer/innen den Wunsch entwickeln, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Vor allem diejenigen, die bereits als Kind begeistert getanzt haben und nun im Rahmen der erforderlichen Berufswahl mit einer tänzerischen Laufbahn liebäugeln, sollten allerdings nicht vorschnell handeln. Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man aus Spaß in der Freizeit tanzt oder damit sein Geld verdienen muss. Der veränderte Blickwinkel kann die Freude am Tanzen mitunter beeinträchtigen.

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